Sportjournalismus

Ort: Medienraum
Termin: ab dem 2. Schulhalbjahr, 2 Wochenstunden
Zielgruppe: Schülerinnen und Schüler der Qualifikationsphase I
Leitung: Frau Assion und Herr Brink

Ab dem 2.Schulhalbjahr 2011/2012 ermöglicht das Gymnasium Antonianum talentierten und journalistisch begeisterten Schülerinnen und Schülern im Rahmen der reformierten Oberstufe die Teilnahme an einem Projektkurs in zwei aufeinander folgenden Schulhalbjahren der Qualifikationsphase 1 und 2. Die Arbeit in Projektkursen kann zur Bewertung des Zentralabiturs herangezogen werden und ermöglicht Schülerinnen und Schüler auch andere Lernvorlieben unter Beweis zu stellen. Weitere Informationen entnehmen Sie bitte dem Link des Schulministeriums NRW

Thema des Projektkurses:

"Kreativer Anpfiff – Sportjournalistische Produktionen in Text, Ton und TV" 

1. Formaler Projektrahmen

Im Projekt „Kreativer Anpfiff“ erhalten Oberstufenschülerinnen und -schüler den Auftrag, im Verlauf eines Schuljahres eigene mediale Produktionen in Printmedien, Hörfunk und Lokalfernsehen zu entwickeln und zu veröffentlichen, die sich primär mit dem Themengebiet Sport befassen. Neben den Grundlagen des Journalismus erlernen die Schüler dabei, ein Projekt von Beginn an selbst zu planen, ihre Ideen umzusetzen und die Ergebnisse der Öffentlichkeit zu präsentieren. Die Schülerinnen und Schüler planen also ihre journalistische Arbeit zunehmend selbst und arbeiten als Projektteam zusammen. Die Lehrkraft übernimmt die Rolle eines Moderators und bietet fachliche Unterstützung aus eigener langjähriger Erfahrung im Bereich Sportjournalismus. Ausgewählte externe Experten werden zur Unterstützung bei der Arbeit der einzelnen Journalismusbereiche herangezogen. Veröffentlichungen der erstellten Produkte werden in einem eigens erstellten Printmedium und/oder der ortsansässigen Lokalzeitung veröffentlicht. Der Bürgerfunk des Kreises Soest bietet ebenfalls die Möglichkeit für eine einstündige Veröffentlichung einer Radiosendung. Der Lokalsender Salzkotten TV gewährleistet die Möglichkeit zur landesweiten Veröffentlichung einer TV-Produktion.

 

2. Projektziele, Teilprojekte und Kompetenzen

„Kreativer Anpfiff“ ist selbstgesteuerter, kooperativer und mediengestützter Projektunterricht, der die Förderung journalistischer Fähigkeiten sowie das Verständnis des Zusammenhangs zwischen Medien und Sport zum Ziel hat. Innerhalb dieses Gesamtziels verfolgt das Projekt verschiedene operative Ziele, die sich einerseits auf der individuellen Ebene der beteiligten Schüler und Schülerinnen und anderseits auf der Ebene des Unterrichts und des Gesamtprojekts verorten lassen. Teilziele vor diesem Hintergrund sind die Anregung von Eigeninitiative, die Befähigung zur Teamarbeit, die Entwicklung von Planungsfähigkeiten, die Förderung von Kreativität, die Zusammenarbeit mit Experten sowie die Berücksichtigung von Abnehmerinteressen.

Das Projekt „Kreativer Anpfiff“  verfügt über Teilprojekte im engeren Sinne, da Schülerinnen und Schüler durch ihre Projektarbeit Einblicke in drei verschiedene Medien erhalten. Es werden unterschiedliche Arbeitsschwerpunkte gebildet, wobei unterschiedliche Teilgruppen an thematisch verschiedenen Sendebeiträgen arbeiten.

Innerhalb des Projekts sind Kompetenzen in verschiedenen Dimensionen zu erreichen:

  • Selbstkompetenz
  • Kooperationskompetenz
  • Fachkompetenz
  • Methodenkompetenz

 

3. Umsetzungsschritte / Durchführung

Die Produktion mehrerer medialer Veröffentlichungen in einem Zeitraum von einem Schuljahr stellt für die Schülerinnen und Schüler eine herausfordernde Aufgabe dar. Insbesondere das erforderliche planvolle Vorgehen über einen so langen Zeitraum steht im deutlichen Kontrast zum herkömmlichen Unterricht im 45-Minuten-Takt. Obgleich für den Kurs zwei Wochenstunden fest im Stundenplan verankert sind, kann es sinnvoll sein, in einzelnen Arbeitsphasen zeitlich flexibel zu sein. Vor diesem Hintergrund erfordert der Kurs ein gutes Projektmanagement der Beteiligten, um zu einem vereinbarten Termin das Endprodukt vorlegen zu können. Die Schülerinnen und Schüler sollten individuell gefordert werden und bezüglich des optimalen Lernfortschritts in einer anzahlmäßig überschaubaren Projektgruppe zusammen arbeiten. Es sollte nach Absprache mit den Koordinatoren eine maximale Teilnehmerzahl festgelegt werden. Des Weiteren sollten den Lernenden möglicherweise ein eigener auf das Projekt modifizierter Raum zugeteilt werden (evtl. Musikstudio oder Inforaum). Etwaige Übernahme moderater Transport- und ;Materialkosten sollte zeitnah mit der zuständigen Stelle abgeklärt werden.

Im Einzelnen gliedert sich das Projekt in die folgenden Phasen:

  • Planungsphase
  • Entstehungsphase
  • Fertigstellungsphase

 

4. Projektergebnisse: Produkt, Dokumentation

Das Projekt „Kreativer Anpfiff“ mündet in die Dokumentation veröffentlichter journalistischer Produktionen. Neben den eigentlichen Produkten, werden die Ergebnisse schriftlich festgehalten: In einem Zwischen- und einem Abschlussbericht reflektieren die Schülerinnen und Schüler selbstkritisch ihre eigene Arbeit in der Gruppe sowie die Projektplanung und geben Auskunft zu Inhalt, Sende- und Beitragskonzept. Am Ende entsteht eine Online-Plattform zur Transparenz der Projektarbeit. Die Endprodukte werden idealerweise zu gegebenem Anlass in der Schule präsentiert und  im Rahmen der Möglichkeiten der genannten Partner veröffentlicht. Darüber hinaus kann die Projektgruppe an verschiedenen journalistischen Schulwettbewerben teilnehmen.

5. Leistungsbewertung

Das Projekt „Kreativer Anpfiff“ verfolgt vielfältige Ziele, die bei der Leistungsbewertung angemessen berücksichtigt werden müssen. Aus diesem Grund werden zur Überprüfung der oben genannten Kompetenzen verschiedene Instrumente der Leistungsmessung eingesetzt. Um für die Schülerinnen und Schüler eine hinreichende Transparenz zu schaffen, sollen diesen die Beurteilungsbereiche und Bewertungskriterien zu Beginn der Projektarbeit vorgestellt und erläutert werden. Diese Offenlegung der Bewertungskriterien ermöglicht es darüber hinaus, in einen Diskurs mit den Schülerinnen und Schülern über die Qualität der Arbeitsprozesse und Produkte einzutreten. Im Einzelnen werden im Projekt folgende Instrumente der Leistungsmessung verwendet:

Sonstige Mitarbeit Dokumentation

Individuelle Projektbeiträge in Form von Berichten, Skripten, Teilprodukten (u.a. Qualität, Quantität, Originalität, Ideenreichtum)

Mitarbeit in Redaktionssitzungen (u.a. Kommunikations- und Kooperationskompetenz, Konstruktivität)

Mitarbeit in Arbeitsgruppen und Workshops (u.a. Eigeninitiative, Konfliktfähigkeit)

Arbeitsergebnisse im Rahmen der Ausübung von „Ämtern“ (u.a. Zuverlässigkeit und Verantwortlichkeit

Kursarbeit

Produkt (Veröffentlichungen)

6. Kursevaluation

Den größten Lernzuwachs erlangen Schülerinnen und Schüler sicherlich im Bereich des journalistischen Arbeitens, da dies in fast allen Stunden im Fokus des Unterrichts steht. Über den traditionellen Deutschunterricht hinaus lernen die Schüler hier einen kreativen wie facettenreichen Umgang mit der Sprache kennen. Wird ein junges Publikum als Zielgruppe ausgewählt, setzt der bewusste Einsatz des  jugendsprachlichen Jargons weitere motivationsfördernde Impulse. Idealerweise nehmen Schülerinnen und Schüler Medien und seine besonderen Darstellungsformen auch nach Ablauf des Projektes bewusster und reflektierter wahr und erhalten durch die Teilnahme am „Kreativen Anpfiff“  Anregungen für ihre Berufswahl. 

Im Rahmen des Projektmanagements erlernen Schüler – neben Selbstorganisation und Eigenverantwortung – insbesondere Teamfähigkeit, da die journalistischen Darbietungsformen gemeinsam im Plenum geplant werden. Bei diesen Sitzungen werden Konflikt- und Stressbewältigungsstrategien entwickelt. Die Zusammenarbeit mit außerschulischen Partnern stellt eine weitere Besonderheit des Projektes dar. Insbesondere die Unterstützung durch die mögliche Integration von Experten kann sowohl für Schülern wie auch für Lehrer hilfreich und anregend sein. Grundsätzlich gilt zu beachten, dass bei Kooperationen mit externen Partnern die schulischen Belange und Interessen im Zentrum der gemeinsamen Arbeit stehen. 

Eine individuelle Evaluation bildet den strukturierten Rahmen des Projekts, in welcher sich Schülerinnen und Schüler kritisch die Effektivität der Arbeit hinterfragen sollen.

 

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