Geschichte

 

„Die Geschichte ist nicht die Rivalin anderer Wissenschaften,
sondern das Haus, in dem sie alle wohnen.“

Lord Thomas Babington Macauly (1800-1859)

 

Die Fachschaft Geschichte am Gymnasium Antonianum fühlt sich bei der Vermittlung des Faches ganz den Prinzipien der Kernlehrpläne des Landes NRW verpflichtet, indem die Geschichtswissenschaft so vermittelt wird, dass durch eine „reflektierte Auseinandersetzung mit historischen Ereignissen, Personen, Prozessen und Strukturen“ Schülerinnen und Schüler „Einsichten in die Komplexität geschichtlicher Prozesse“ erhalten. Schülerinnen und Schüler erlangen demnach ein Verständnis, das zur „Erklärung von Gegenwartsphänomenen erforderlich“ ist, um so „das Gewordensein der gegenwärtigen Welt“ zu erfassen. (KLP, GOSt, S. 11)

Somit geht es primär in dem Fach nicht darum, zukünftige Fachhistoriker auszubilden oder reines Faktenwissen zu vermitteln, sondern den Schülerinnen und Schülern durch den erteilten Geschichtsunterricht eine fundierte historische Grundausbildung zu vermitteln, die ein Bewusstsein für die Gegenwart mit all ihren komplexen Prozessen und Problemen schafft, aber gleichzeitig und insbesondere auch das kritische und politische Denken schärft, um den Wert von demokratischen Systemen vor Augen zu führen. Das Fach Geschichte leistet demnach einen wesentlichen Beitrag zur Ausbildung der persönlichen Identität und zur sozialen Orientierung und befähigt Schülerinnen und Schüler dazu ein möglichst dauerhaftes und belastbares politisch-demokratisches Bewusstsein auszubilden. (KLP, Sekundarstufe I, S. 15)

Ziel des Unterrichtsfaches Geschichte ist es demnach ein Geschichtsbewusstsein zu entwickeln, das Schülerinnen und Schüler zu demokratischem Urteilen und Handeln befähigt, damit sie ihre aktive wie kritische Rolle als mündige Bürgerinnen und Bürger in Gesellschaft und Staat wahrnehmen können. Im Mittelpunkt des erteilten Unterrichtes in der Sekundarstufe I und II steht deshalb die Auseinandersetzung mit historischen Quellen, v.a. mit schriftlichen Quellen, um die Schülerinnen und Schüler insbesondere in der Sekundarstufe II auf der Basis einer strukturierten Quellenanalyse, entsprechend den Vorgaben der zentralen Abiturprüfungen, zu einer historisch-kritischen Urteilsbildung zu befähigen:

„Nichtsdestoweniger wird historisches Verständnis für unsere Schüler und Schülerinnen möglich, wenn sie dem Gang der Geschichte so weit durch die Zeit folgen, daß sie dabei zugleich den gleitenden Wertblick der Menschheit wenigstens in unserem Kulturkreis verfolgen können. So nämlich leuchtet ihnen ein, daß die Geschichte auch Geschichte der Entdeckungen im Reich der Werte, moralische Einsicht also im Lauf der Geschichte fortgeschritten ist, daß deshalb ihr Mitleid und ihre Empörung durchaus zu Recht bestehen, sie trotzdem nicht zur Verurteilung von Menschen nötigen dürfen, denen in ihrer historischen Situation unsere Wertvorstellungen noch gar nicht zugänglich sein konnten, kollektive Wertvorstellungen, die ihrerseits – wie die jeder Generation – geschichtlich bedingt sind. Denn der Wertblick gleitet nicht von Ungefähr, sondern kraft geschichtlicher Impulse, nicht zuletzt negativ besetzter Erfahrungen in bestimmte Situationen.“

                                                                      (Gerhard Meinck, Geschichtsunterricht – Wozu?)

Ein besonderer Schwerpunkt des erteilten Geschichtsunterrichtes der Mittelstufe liegt in der Auseinandersetzung mit der Diktatur des Nationalsozialismus, die in der Klassenstufe 9 stattfindet. Um den Schülerinnen und Schülern hierbei die Komplexität der Verführung einerseits, aber auch den Schrecken und die Abgründe des nationalsozialistischen Systems andererseits vor Augen zu führen, arbeitet das Gymnasium Antonianum mit der Gedenkstätte Wewelsburg zusammen, die einerseits als SS-Kultstätte, andererseits mit dem Konzentrationslager Niederhagen, einem Außenlager des Konzentrationslagers Sachsenhausen, beide Aspekte der nationalsozialistischen Herrschaft repräsentiert. Deshalb besucht der gesamte Jahrgang 9 unterrichtsbegleitend den außerschulischen Lernort Wewelsburg.

Optional ist sowohl in der Jahrgansstufe 5 ein Besuch in der Kaiserpfalz in Paderborn als auch im Leistungskurs Geschichte eine Fahrt zum Beispiel zum Konzentrationslager Buchenwald eingeplant.

Grundlage für den erteilten Unterricht bildet sowohl in der Unter- und Mittelstufe als auch in der Oberstufe das Lehrwerk „Zeiten und Menschen“ aus dem Schöningh-Verlag in Paderborn.
Der Unterricht im Fach Geschichte wird in der gymnasialen Unter-, Mittel- und Oberstufe auf der Grundlage der verbindlichen Stundentafel erteilt:

Klasse 5:

Geschichte

 

3-stündig (epochal)

Klasse 7:

Geschichte



3-stündig (epochal)

Klasse 9:

Geschichte

 

3-stündig

Einführungsphase:

Geschichte

 

3-stündig

Qualifikationsphase:

            Geschichte (GK)

Geschichte (LK)

Zusatzkurs (GK)

 

3-stündig

5-stündig

3-stündig

 

Für den Regelunterricht in der Unter- und Mittelstufe sowie in der Sekundarstufe II gilt der Kernlehrplan Geschichte für die Unter- und Mittelstufe bzw. die Sekundarstufe II (Gymnasium/Gesamtschule). Der Unterricht im Fach Geschichte wird in allen Jahrgangsstufen gemäß der Stundentafel erteilt.
 

Fachkolleginnen und Fachkollegen:

  • Frau Birkelbach
  • Herr Hengesbach
  • Frau Hilwerling
  • Herr Klahold
  • Herr Ledwinka
  • Herr Nillies
  • Herr Petersen
  • Frau Rikus
  • Frau Rodemeyer
  • Frau Spindler
  • Herr Wellige
  • Frau Zickfeld-Gräbe
  • Herr Tran

 

Lerhrpläne:

 

Schulinternes Currikulm Geschichte - Sek I

Schulinternes Curriculum Geschichte - Sek II