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Mein Schüleraustausch in Peru

Erstellt: Samstag, 30. September 2017 Geschrieben von Christian Schwarzer

Nachdem ich mich zwei Wochen vor den Sommerferien nach Lima, die Hauptstadt Perus, aufgemacht hatte, wurde ich dort von meiner Gastfamilie und meinem Gastbruder Gianluca, der bereits vor zwei Jahren für zwei Monate bei mir gelebt hatte, sehr herzlich empfangen. Gleichzeitig erfuhr ich, dass übermorgen bereits die Peruanischen Winterferien begannen und so hatte ich unverhofft nach nur einem Tag Schule direkt wieder Ferien.

Besonders diese waren sehr erlebnisreich und von vielen neuen Eindrücken jeden Tag geprägt. Sowohl mit meiner deutsch-peruanischen Gastfamilie als auch mit der Austauschorganisation CAPA lernte ich sowohl die unglaubliche Vielfalt aber auch das Chaos von Perus kennen.

So lernte ich sowohl die 10-Millionen-Stadt Lima als auch die Wüste, die sich auf der gesamten Länge Perus zwischen Meer und Anden erstrecktm, kennen. Südlich von Lima besaß meine Gastfamilie, bei der ich mich schon nach wenigen Tagen wie zuhause fühlte, eine Pekanussplantage, auf der wir unter anderem einige Tage verbrachten.

Die zweite Woche der Ferien machte ich mich zusammen mit den anderen deutschen Austauschülern nach Cusco, einer auf über 3000m Höhe gelegenen Stadt in den Anden, auf. Von dort aus besuchten wir verschiedene Inka Stätten, unter anderem auch die berühmte Ruinenstadt Machu-Picchu. Diese konnten wir allerdings aufgrund eines Lehrerstreiks, bei dem diese unter anderem Straßen blockierten, nur mit viel Glück erreichen.

Nach den Tagen dort flogen wir weiter in den Urwald, wo wir noch einige Tage in einer sogenannten Urwald-Lodge verbrachten. Von dort aus unternahmen wir verschiedene Wanderungen und lernten die so unglaublich faszinierende und unbekannte Natur des Urwaldes kennen.

In den letzten drei Wochen musste – oder durfte ich dann noch mit meinem Gastbruder die Schule besuchen. Mein Gastbruder besucht die deutsche Auslandsschule und so war es einfach für mich dem Unterricht zu verfolgen und mich mit den anderen Schülern auszutauschen, da wirklich alle glücklicherweise so gut wie perfekt Deutsch sprachen. Dennoch wurde sich in den Pausen natürlich auf Spanisch unterhalten, nach ein paar Tagen verstand ich aber auch hier, dem Spanischunterricht sei Dank, schon deutlich mehr.

Insgesamt kann ich nur sagen, dass der Austausch eine unvergessliche Erfahrung für mich war. Durch ihn habe ich viele neue Freunde und Erfahrungen gewonnen, die ich nie vergessen werde.