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Stratosphärenballon des Physik-LKs

Es ist Sonntag der 30. Juni 2019. Wir stehen zusammen auf dem Rasen und sehen nach all der harten Arbeit nun den Ballon abheben. Er begibt sich auf eine abenteuerliche Reise in die Stratosphäre.

In einer Kooperation mit der Hochschule Hamm-Lippstadt und dem Berufskolleg Lippstadt haben wir, der Physik LK von Herrn Mahrt, gemeinsam mit fünf weiteren Schulen aus dem Kreis Soest gelernt einen Stratosphärenballon zu bauen, sodass jede Schule am Stichtag einen eigenen Ballon in die Stratosphäre steigen lassen konnte. Dazu fanden mehrere Treffen statt, deren Leistung zu Hälfte von der Hochschule und vom Berufskolleg übernommen wurde. Unser aller erstes Treffen fand am 27. Februar dieses Jahres statt und galt dabei ganz allgemein der Klärung von Terminen und anderen Fragen.

In sechs weiteren Treffen, drei an der Hochschule und drei beim Berufskolleg, wurde mit uns besprochen, wie sich Dynamik, Architektur und eine mögliche Programmierung von technischen Bestandteilen, wie Kamera und Messgeräte sich später auf unseren Ballon auswirken.

Das war von großer Bedeutung für uns, denn die Kiste, die mit dem Ballon zusammen in die Stratosphäre geschickt werden sollte, waren wir angewiesen selbst zu konstruieren.

Dennoch wurden uns einige Materialien von der Hochschule zur Verfügung gestellt, darunter der Ballon, einen Fallschirm, eine Kamera, sowie GPS-Tracker, Batterien und Schnur. Zudem gab es auch die Möglichkeit Teile unserer in dem 3D-Drucker der Hochschule Hamm-Lippstadt drucken zu lassen. Jeder Stratosphärenballon, der in die Luft entlassen wurde, bestand aus den selben Bestandteilen. Einmal der Ballon selbst, der mit einer zehn Meter langen Schnur mit einem Fallschirm verbunden wurde. Der Fallschirm wiederum wurde mit einer fünf Meter langen Schnur an die von den Schülern selbst gebaute Box gebunden. 

Unsere Box bestand aus sechs annähernd quadratischen Styroporwänden, welche an den Kanten mit selbstkonstruierten Verbindungsteilen, aus dem Drucker, gestärkt wurden.

In die so entstandene Kiste wurde dann noch ein Loch in die Unterseite geschnitten, wodurch eine Kamera, während des Fluges, alles filmen konnte. Darüber hinaus befanden sich in der Kiste noch ein Datenlogger, welcher die Temperatur und die Strecke gemessen hat und die GPS-Tracker, mit denen wir dann nach seiner Landung den Ballon wiederfinden konnten.

Uns kamen auch Gedanken für weitere Experimente, welche jedoch scheiterten, da sonst das Gesamtgewicht von 1 kg überschritten wurde.

Am 30. Juni war es dann so weit. Schon um neun Uhr morgens versammelten sich die ersten von uns auf dem Sportplatz des Berufskolleg Lippstadt. Um viertel vor zwölf konnten wir den fertig und mit Helium befüllten Ballon steigen lassen. Und ob wohl alle Vorhersagungen vermuten ließen, dass er wahrscheinlich in einem Militärsperrgebiet nahe Detmold landet, konnten wir ihn in einem Feld nahe Hameln finden. 

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