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Auslandshalbjahr in Kanada

Erstellt: Dienstag, 12. März 2019 Geschrieben von Patrizio Stoll

Vor ungefähr einem halben Jahr habe ich mich auf eine Reise gemacht, die voller neuer Erfahrungen und Eindrücke sein sollte.

Aber starten wir ganz am Anfang. Mein Ziel und neue Heimat für ein Semester war Abbotsford in der kanadischen Provinz Britisch Columbia. Mein Zuhause fand ich bei der Familie Klassen. Meine neue Familie bestand aus meinen Gasteltern Neil und Rebecca sowie der Katze Billie Jean.

Aber erst einmal etwas zum Land Kanada: dieses ist von der Fläche das zweitgrößte Land der Welt und es hat mit einer Bevölkerung von nur etwa 36 Millionen Einwohnern eine ziemlich niedrige Bevölkerungsdichte. Wenn man in Kannada ist, muss man unbedingt das Nationalgericht Poutine probieren. Man sollte auch wissen, in welchen Teil von Kanada man reist, denn es gibt einen englischsprachigen und einen französischsprachigen Teil. Kanada hat eine Vielfalt an Kulturen und hat dazu eine hohe Religiosität. Die Freundlichkeit der Menschen ist zuerst ein wenig ungewohnt, denn man geht dort sehr schnell sehr offen aufeinander zu.

In Abbotsfort besuchte ich die W. J. Mouat Secondary School, welche nur ein paar Minuten Fußweg von meinem Haus entfernt war. Man konnte sich vier Fächer pro Halbjahr aussuchen, wobei ich mich für Physical Health Education (Sport), Physik, Drafting und Chemie entschieden habe. 

In Drafting erstellt man Objekte oder Inneneinrichtungen von Wohnungen am Computer; diese können dann - teilweise auch 3D - ausgedruckt werden. Es gab auch die Möglichkeit, Themen  wie Schreinern, Metallarbeiten oder Printing auszuprobieren. Durch diese kleine Menge von Fächern hat der Schulalltag eine bessere Routine bekommen, doch leider auch eine leichte Monotonie.

Während meines Aufenthalts habe ich mehrere Ausflüge gemacht, diese wurden zum größten Teil von dem Reiseveranstalter organisiert. Mein Lieblingsausflug war der nach Victoria Island. Morgens haben wir uns an der Schule getroffen um mit dem Bus zur Fähre zu fahren. Dort hatten wir an Bord ein bisschen Freizeit und konnten dort einen Starbucks Kaffee genießen. Nachdem wir angelegt hatten, sind wir in einen großen Garten gefahren, wo man durch verschiedene Themengebiete laufen konnte. Der Garten liegt in einem riesigen, alten Steinbruch. An diesem Ort fand man viele schöne Blumen, andere Pflanzen und bequeme Cafés. Nach der Besichtigung des Gartens sind wir mit dem Bus in die namensgebende Stadt der Insel gefahren - Victoria!

Dort durften wir uns, nach einer kurzen Stadtrundfahrt mit dem Bus, wo wir an kleinen Statuen von Terry Fox vorbeifuhren, frei bewegen. Unsere Gruppe ist durch die Innenstadt gegangen und hat nach einer der in Kanada typischen Malls gesucht. Wir wurden im Bay Center fündig, dort konnten wir etwas essen und sind nur kurz durch die Geschäfte geschlendert. Danach haben wir uns aufgemacht zum Chinatown Viertel, wo wir uns die Läden angesehen und Fotos am Eingangstor gemacht haben. Nach etwa einer Stunde haben wir uns auf den Rückweg zum Bus gemacht und sind mit diesem wieder zurück nach Abbotsford gefahren.

Ein anderes Mal bin ich mit ein paar Freunden zu einem typischen Diner in die Stadt Mission gefahren. Dieses Diner wurde in der Serie „Riverdale“ als Set genutzt. Dort holten wir uns ein paar Milchshakes für unterwegs. 

In der Freizeit haben wir uns meistens in einer der zahlreichen Malls getroffen, dort konnte man etwas Essen oder in den zahlreichen Geschäften herumschlendern. Sonst gab es noch Kinos, Schwimmbäder, Fitnessstudios, Cafés & Restaurants die man bequem mit dem Busnetz erreichen konnte. 

Ich kann es jedem nur empfehlen, einen Auslandsaufenthalt zu machen. Dadurch kann man nicht nur viele neue Erfahrungen sammeln und seine Sprachfähigkeiten verbessern, sondern lernt auch neue Freunde aus aller Welt kennen.

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