Fahrten & Schüleraustausch

NEW ZEALAND - Patrick Schulte

Erstellt: Montag, 14. Juni 2010 Veröffentlichungsdatum Geschrieben von Patrick Schulte

 

I love NEW ZEALAND

Zwei Monate im Land der großen weißen Wolke – Aotearoa- Neuseeland … unter vier Mio. Neuseeländer, Kiwis und  ganz vielen Schafen

“Kia Ora, ko Patrick taku ingoa. No Verne ahau.“  Das ist Maori, die Sprache der gleichnamigen neuseeländischen Ureinwohner und heißt übersetzt „Hallo ich heiße Patrick und komme aus Verne“.Nachdem ich mich gegen Ende des ersten Halbjahres in der zehnten Klasse für das jährlich stattfindende Austauschprogramm der Bezirksregierung Düsseldorf beworben hatte und einige Monate später mit circa 50 weiteren Teilnehmern für den Schüleraustausch mit Neuseeland ausgewählt wurde, besuchte mich mein Austauschpartner Jamie aus Neuseeland von Anfang Dezember bis Ende Januar 2010 in meinem Heimatdorf Verne.


Nachdem ich mich gegen Ende des ersten Halbjahres in der zehnten Klasse für das jährlich stattfindende Austauschprogramm der Bezirksregierung Düsseldorf beworben hatte und einige Monate später mit circa 50 weiteren Teilnehmern für den Schüleraustausch mit Neuseeland ausgewählt wurde, besuchte mich mein Austauschpartner Jamie aus Neuseeland von Anfang Dezember bis Ende Januar 2010 in meinem Heimatdorf Verne. Er lernte hier deutsches Essen, Weihnachten und ganz viel Schnee kennen und  schon einige Wochen später -im Februar 2010- stand dann der Gegenbesuch für mich auf dem Plan.
In der Woche nach Karneval war es dann schon plötzlich so weit und ich stürzte mich – Hals über Kopf  – in mein erstes großes Abenteuer. Neuseeland!
Vom Flughafen in Frankfurt ging es mit dem Flugzeug über Singapur (der Flughafen und die Duschen dort sind super und eine willkommene Erfrischung nach 12 Stunden Flug) nach Christchurch auf der Südinsel Neuseelands. Ein vergleichsweise kurzer Inlandsflug brachte mich dann nach Hamilton auf die Nordinsel, wo ich herzlich von meiner Gastfamilie empfangen wurde. Auf dem Weg vom Flughafen zu dem Haus meiner Gastfamilie konnte ich im abendlichen Sonnenschein schon zum ersten Mal die wunderschöne Landschaft bewundern und am Abend im Sonnenschein auf der Veranda ein leckeres Snapperfilet mit Kartoffeln und Salat genießen. 

Das Haus meiner Gastfamilie lag sehr ruhig zwischen Te Awamutu und Cambridge und ich war umgeben von vielen grünen Hügeln, Kühen und Pferden, für letztere ist Cambridge auch besonders bekannt.
Mit dem Schulbus ging es jeden morgen in kurzer Hose, Poloshirt und Sandalen (so sah meine Schuluniform aus) zur Cambridge High School an der ich eine besonders breite Fächerauswahl treffen konnte. Ich entschied, möglichst ein paar exotische Kurse zu belegen.Maori (die Sprache der Ureinwohner Neuseelands), Drama (eine Art Literatur/ Theater) und Economics (SoWi auf Englisch) waren definitiv eine super Entscheidung und haben mir sehr viel Spaß gemacht. Außerdem hatte ich  so auch die Möglichkeit den HAKA, den Ritualtanz der neuseeländischen Rugby- Nationalmannschaft zu lernen.

Allgemein kann ich sagen, dass der Schulalltag sehr angenehm war und ich zusammen mit den anderen fünf NRWlern sehr nett empfangen wurde. Ich habe mehrere typische neuseeländische Sportarten kennen gelernt – Netball, Softball und natürlich Rugby -  und bin mit einigen meiner Schulkollegen zu einem Cricketmatch gefahren. Das Match dauerte sieben Stunden und es herrschten sonnig warme Temperaturen und eine super Stimmung. Die tolle Atmosphäre war vorprogrammiert, da es sich um ein Derby zwischen den Nationalmannschaften Neuseelands und Australien handelte.

Meine Gastfamilie hat sich sehr herzlich um mich gekümmert und mir viele schöne Seiten von Neuseeland gezeigt. Besonders schöne Wochenenden habe ich mit meiner Gastfamilie bei den großartigen und sehr offenen Großeltern meines Gastbruders in Auckland der größten Stadt Neuseelands verbracht. Außerdem habe ich internationales Essen von „Indisch über Thailändisch hin zu Fish ´n Chips im Sonnenuntergang am Pier der ältesten Siedlung Neuseelands“ kennen gelernt. Zudem wurde ich angesteckt vom Reisefieber meiner Gastfamilie (besonders meines Vaters) und deren Begeisterung für Neuseeland.

Ein weiteres Highlight war ein Wochenende am Strand von Whangamata (Ostküste der Nordinsel), an dem jedes Jahr im März der  „Beach Hop“ – ein spektakuläres Rock n Roll, Oldtimer und Hot Rod Festival mit amerikanischen Autos der 50er und 60er Jahre- stattfindet. Zwischen Chevys, Elvis und ganz viel Rock n Roll konnte ich den Strand genießen und im Meer schwimmen oder bodyboarden. Das kleine Strandidyll wurde eine ganze Woche von einer unglaublichen Zahl von ca. 70 000 „Beach Hoppern“ belagert. Außerdem unternahmen wir Ausflüge in den Hamilton Zoo, die Hamilton Gardens und ein Tagestrip nach Rotorua, ein vulkanisch aktives Gebiet und zu einem Originaldrehort der Herr der Ringe Filme.
Ein besonders schönes Ereignis war die Fahrt zu einem riesigen renaturierten und von(eingeschleppten) Schädlingen befreiten Waldgebiet auf dem Berg Mt Maungatautari.  Dort trafen mein Gastbruder Jamie, sein bester Freund, ein weiterer Austauschschüler aus NRW und Ich auf  ein Rangerteam. Dieses Rangerteam war auf der Suche nach einem Kiwi, dem neuseeländ. Nationaltier, welches stark bedroht ist und sehr selten zu sehen ist. Wir assistierten dem Rangerteam und konnten glücklicherweise einen Kiwi aus nächster Nähe sehen, was selbst vielen Neuseeländern in ihrem Leben verwehrt bleibt.

Nachdem ich bereits drei Wochen vor meinem Abflug meinen letzten Schultag hatte, wurde ich von meinen neuen Freunden von der Cambridge High School herzlich verabschiedet und startete dann in ein viertägiges Outdoorcamp mit Abseilen, Kajak fahren und einer Tageswanderung mit Übernachtung unter freiem Himmel. Mit meiner tollen Gastfamilie verbracht ich Ostern zu Hause und erlebte die Bay of Islands („ Bucht der Inseln“) ,einen der schönsten Teile Neuseelands, wo wir von einem Touristenboot aus Delphine aus nächster Nähe beobachten konnten und wo auch die älteste Stadt Neuseelands – Russel – gelegen ist.

 

In der letzten Woche ging es noch zum Surfen und da der Austausch leider auf zwei Monate beschränkt war, hieß es schon bald „Good bye“ und „Auf Wiedersehen“. Ich kann zusammenfassend nur sagen, dass ein Austausch eine super Möglichkeit ist, ein neues Land, eine neue Kultur und ganz viele tolle Leute kennen zu lernen. Mich hat der Austausch sehr bereichert und es war eine einzigartige Erfahrung. Ich kann nur jedem raten die Möglichkeit für einen Aufenthalt in einem fremden Land mit fremder Kultur zu ergreifen und sich mit offenen Augen und Ohren in ein Abenteuer zu stürzen. Neuseeland ist mit seiner einzigartigen Landschaft, Gastfreundlichkeit und dem locker leichtem „Kiwi- Lifestyle“ natürlich besonders empfehlenswert.

Zum Schluss möchte ich Herrn Lödige noch ein ganz großes Dankeschön für die Unterstützung bei der Bewerbung und Betreuung des Schüleraustausches aussprechen.
Für weitere Fragen zum Austausch oder Informationen speziell zum Austauschprogramm der Bezirksregierung in Düsseldorf stehe ich gerne zur Verfügung.

Patrick Schulte
 

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