Geseker Historikerinnen und Historiker auf großer Bühne
Gleich zweifach wurden Schülerinnen und Schüler der Geschichts-AG im Haus der Geschichte in Bonn mit einem Landespreis des Geschichtswettbewerbs ausgezeichnet.
Voller Stolz und Begeisterung stehen Lukas Müller, Amelie Unrau, Marie Starkgraff, Kathi Auge (alle 9d) und Mariia Pravolslavna (EF) auf der Bühne des Bundesmuseums in Bonn „Haus der Geschichte“. Soeben wurden ihre Projekte anschaulich vorgestellt, die sie beim Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten eingereicht hatten, Projekte, die nicht nur ihr Engagement für das Fach, sondern auch ihre Expertise deutlich werden lassen. Sie gehören zu den wenigen Schülerinnen und Schülern in Nordrhein-Westfalen, die von der Landesjury mit einem Landespreis für ihre Arbeit zur Lokalgeschichte ausgezeichnet wurden. Über sechs Monate hinweg hatten die jungen Forscher in Archiven Akten gewälzt, Zeitzeugen und Historiker interviewt, Bücher durchforstet und archäologische Bodendenkmäler unter die Lupe genommen. „Ihre Projekte können sich sehen lassen!“, so der Tenor der Jury zu allen Preisträgern, die sich am 08. September 2025 in Bonn zusammengefunden hatten.
Unter dem Thema „Bis hierher und nicht weiter! Grenzen in der Geschichte“ hat sich Maria Pravoslavna intensiv mit der Vertreibung und Integration von Heimatvertriebenen in Geseke auseinandergesetzt. Ihre Arbeit zeichnet sich dadurch aus, dass sie nicht nur einen wissenschaftlichen Aufsatz verfasst hat, der auf Erzählungen verschiedener Zeitzeugen beruht, sondern auch die emotionale Perspektive auf das Thema nicht unberücksichtigt ließ. So verfasste sie ein fiktives Tagebuch basierend auf historischen Fakten. Für ihre Arbeit wurde sie nun zurecht in Bonn mit einem Landespreis ausgezeichnet.
Ebenso glücklich zeigten sich auch die vier Schülerinnen und Schüler der Klasse 9, Lukas Müller, Amelie Unrau, Marie Starkgraff, Kathi Auge, die schon in jungem Alter von gerade 14 Jahren einen Landespreis für ihre Forschungen zur Geseker Landwehr gewinnen konnten. Ihre Idee, die historischen Bodendenkmäler mithilfe einer Radtour der Öffentlichkeit zugänglich zu machen, verbindet interaktive, historische und ökologische Zugänge miteinander.
Bildungsministerin Dorothee Feller, die die Preisverleihung begleitete, gratulierte allen Anwesenden nicht nur für ihr hohes Engagement, sondern zeigte sich gleichermaßen beeindruckt vom qualitativen Gehalt der verschiedenen Projekte. Nach einem Empfang mit Buffet konnten die angehenden Forscherinnen und Forscher aus Geseke zusammen mit ihren Tutoren Alexa Hilwerling, Alexander Baimann und Claudia Schulte abschließend die Sonderausstellung in Bonn „Nach Hitler. Die deutsche Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus“ besuchen. Ein spannender Abschluss einer erfolgreichen Projektphase!
















