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Boys' Day im St. Vincenz-Krankenhaus

Erstellt: Dienstag, 30. April 2019 Geschrieben von St. Vincenz-Krankenhaus, 29.03.2019

Finn, 13 Jahre, berichtet über den Boys' Day am St. Vincenz-Krankenhaus Paderborn 

Am 28. März durfte ich meinen allerersten Boys' Day im St. Vincenz-Krankenhaus in Paderborn absolvieren. Direkt um 8 Uhr ging es schon los und wir haben uns in der Cafeteria an einem großen Tisch getroffen. Wir haben mit einer Kennlernrunde angefangen, bei der sich jeder Junge vorstellen konnte. Dazu gab es ein Frühstücksbuffet, an dem man sich bedienen konnte. Insgesamt waren wir 14 Jungs in der Gruppe, im Alter zwischen 13 und 14 Jahren. Alle außer mir, kamen aus Paderborn. Nachdem wir uns gestärkt hatten, haben wir unsere eigenen Namensschilder bekommen. Das fand ich besonders toll, weil die so professionell aussahen. Dann haben wir einen hellgrünen Kasack und eine weiße Hose angezogen, die wir den ganzen Tag getragen haben. 

Unsere erste Abteilung war die Radiologie. Sofort kam der nette Leiter der Radiologie zu uns, der uns das CT gezeigt hat. Ein CT arbeitet mit Magnetfeldern und man kann damit in das Innere des Körpers blicken. Es wurden uns Bilder von vorherigen CT-Untersuchungen gezeigt. 

Später sind wir in die chirurgische Ambulanz gegangen. Dort nahm uns eine Gesundheits- und Krankenpflegerin in Empfang. Sie zeigte uns als erstes alle Räume und auch den Schockraum. Der Schockraum wird nur für Schwerverletzte benutzt. Jeder Arzt und jede Pflegefachkraft hat seine eigene Position in dem Raum, die auf dem Fußboden sogar markiert ist. Nach dem Schockraum zeigte uns die Gesundheits- und Krankenpflegerin einen Krankenwagen von innen. Zum Schluss hat sie einem Freiwilligen von uns einen Gips gemacht. 

Danach sind wir in die Neurologie gegangen. Wir durften uns ganz leichte Stromschläge geben, um zu sehen ob unsere Muskeln noch gut funktionieren. Durch die Stromschläge sollte der Daumen zucken. Bei mir war alles in Ordnung. Der Leiter der neurologischen Funktionsabteilung setzte uns dann eine Haube mit Elektronen auf. Die geben ganz leichte Stromschläge ins Gehirn ab, um die Reaktion des Patienten zu testen. 

Um auch Einblicke in die Physiotherapie zu bekommen, sind wir in diese Abteilung gelaufen. Dort haben wir uns nach kurzer Einweisung vom Physiotherapeuten massieren lassen. Das war total entspannend. Wenn man eine Arm- oder Bein-OP hatte, soll man die Körperteile nach der OP bewegen. Das geht einfacher, wenn Maschinen das für einen machen. Das durften wir auch ausprobieren. Die Physiotherapie hat sogar ein eigenes Schwimmbad mit einem Stuhl, mit dem man Leute, die keine Treppen steigen können, im Wasser absetzen kann. Jeder von uns durfte dort einmal Probesitzen. Als letztes durften wir noch auf einem Laufband laufen und uns auf einem Schüttelgerät durchschütteln lassen. 

Im Anschluss wurden wir zu einem gemeinsamen Mittagessen eingeladen. Zur Auswahl gab es Nudeln mit Hackfleischsauce, Kartoffeln mit Möhren und einem Schnitzel oder eine vegetarische Lasagne. 

Am Nachmittag waren wir auf der IMC (Intermediate Care) und der Stroke Unit für Menschen mit einem Schlaganfall. Auf der IMC-Station durften wir den Sauerstoffgehalt in unserem Blut messen. Im Pausenraum der IMC werden die Daten aller kranken Personen der Station digital angezeigt. Kurz vor Ende waren wir auf einem leeren Patientenzimmer. Dort haben wir erfahren, was Gesundheits- und Krankenpfleger im Krankenhaus für Aufgaben haben. 

Am Ende des Boy’s Day sollten wir den Tag noch kurz bewerten und dann haben wir einen Rucksack von „Pflege braucht Superkräfte“ mit einem Kugelschreiber, einem Block, einem Locher und einer Broschüre über den Beruf der Gesundheits- und Krankenpflege bekommen. Für mich war es ein sehr lehrreicher und vor allem interessanter Tag. Ich habe viele neue Eindrücke aus dem Krankenhausalltag mitgenommen. Ich bin überrascht, wie vielfältig der Beruf des Gesundheits- und Krankenpflegers ist und wie viele verschiedene Abteilungen in einem Krankenhaus sind. Gut gefallen hat mir, dass der Tag so gut vorbereitet worden ist und wir uns sehr willkommen gefühlt haben. Ich kann jedem empfehlen an so einem Schnuppertag im Krankenhaus teilzunehmen und mehr über die Berufe in einem Krankenhaus zu erfahren.

 

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