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3 Tage in Weimar – Exkursion des Leistungskurses Geschichte

Erstellt: Donnerstag, 05. Juli 2018 Geschrieben von Anna-Maria Volmer

Am Freitag den, 22. Juni 2018, brachen wir, der Geschichtsleistungskurs aus der Q1 unter der Leitung von Frau Spindler und Frau Rodemeyer morgens um 7.15 Uhr mit der Bahn nach Weimar auf. Der Schwerpunkt lag bei dieser Exkursion auf der Zeit Weimars während der nationalsozialistischen Herrschaft. 

In kurzen Impulsreferaten, die von uns Schülern vorbereitet worden sind, lernten wir die wichtigsten Stationen der Stadt zur NS-Zeit kennen. Darunter waren der Bahnhof, das ehemalige Gauforum, das Hotel Elefant und viele mehr.

Am Freitag besuchten wir außerdem noch ein Museum. In diesem lernten wir viel über die Stadt Weimar nach dem Ersten Weltkrieg.

Samstagmorgen brachen wir früh zur Gedenkstätte Buchenwald auf. Buchenwald war eines der größten Konzentrationslager in Deutschland. Zum Einstieg wurde ein Film gezeigt, der die gesamte Geschichte des Lagers beschreibt. So verdeutlichten Bilder vom Aufbau des Lagers bis hin zu der Befreiung, die schrecklichen Lebensbedingungen der Häftlinge. 

Am Vormittag blieben wir in einem Seminarraum und bekamen von unserem pädagogischen Leiter viele Grundlageninformationen über das Konzentrationslager Buchenwald vermittelt. An einem Modell wurde die Größe des gesamten Lagers auf der Nordseite des Ettersberg verdeutlicht, diese beträgt im Häftlingslager ca. 40 Hektar. Im Zeitraum von 1937 bis 1945 wird die Anzahl aller Inhaftierten auf 266.000 Menschen und auf 56.000 Todesopfer geschätzt.

Gegen 13.00 Uhr brachen wir dann zum Rundgang über das Gelände auf. Die Führung zeigte uns das noch erhaltene Eingangstor mit der Inschrift „Jedem das Seine“. Daneben befinden sich noch die sogenannten „Bunker“, welche aber nicht dazu dienten den Häftlingen im Falle eines Bombenangriffs Schutz zu gewährleisten, sondern die dafür da waren, Häftlinge, die gegen die Lagerordnung verstoßen haben, zu foltern.  In den einzelnen Zellen sind Gedenktafeln angebracht, auf denen steht, welche Menschen wegen welcher Tat in diesem Gebäude zu Tode gekommen sind. Besonders erschreckend war das Schicksal eines Pastors, der anderen Häftlingen Mut zugesprochen hat und deshalb in dem „Bunker“ umgebracht worden ist. 

Während des Rundganges wurde die Pathologie, in der an den Häftlingen medizinische Versuche durchgeführt worden sind, besichtigt. Danach ging es in einen Raum, in dem Angehörige von Todesopfern die Möglichkeit haben, ihren zu Tode gekommenen Familienmitglieder zu gedenken. Als nächstes konnten wir uns das Krematorium anschauen, in dem die toten Häftlinge ab 1940 verbrannt wurden.

In dem ehemaligen Zeughaus wurde in den 60er Jahren ein mehrstöckiges Museum eingerichtet, in dem unter anderem die Häftlingskleidung ausgestellt wurde. Des Weiteren informieren viele Tafeln und Hörstationen über das Schicksal einzelner Häftlinge. Auch über die SS-Täter, z.B. den Kommandanten Koch, gab es viele Originalzeugnisse zu lesen.

Ein wichtiger Ort des Lagers in der heutigen Zeit ist die Gedenkplatte. Auf dieser stehen alle Nationen, aus denen Menschen umgekommen sind. Die Platte hat immer eine Temperatur von 37°C, weil sie für die Körpertemperatur eines Menschen und demnach das Leben stehen soll.

Um 17.00 Uhr endete das Tagesseminar in der Gedenkstätte Buchenwald. Ein langer Tag, der aber sehr schnell verging. Ein Tag, an dem wir sehr viel über das Unrecht, welches an diesem Ort geschehen ist, erfahren haben. 

Am Abend hat der ganze LK zusammen das Fußballspiel Deutschland gegen Schweden geschaut, welches unsere Mannschaft glücklicher Weise gewonnen hat.

Am Sonntag besuchten wir vor der Abreise mit dem Zug den historischen Friedhof von Weimar. In der Fürstengruft liegen die beiden Dichter Goethe und Schiller, leider sind die Knochen von Schiller verschollen, weswegen in dem Sarg Schillers fremde Knochen liegen.

 

 
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