Theater AG am Antonianum

Die Theater-AG des Gymnasiums Antonianum wurde Anfang 2008 unter der Leitung der Deutschlehrer Eva Maria Rodemeyer und Tobias Neumann neu gegründet und existiert seitdem in fast gleich bleibender Konstellation. Mehr als 15 Schüler der Klassen 10 bis 12 agieren einmal wöchentlich auf und hinter der Bühne, wo natürlich die Proben, aber auch der Bau des Bühnenbilds, die Umsetzung der Technik sowie die Verwaltung von Requisiten und Kostümen anfallen. Neben Schauspielern ist also auch das Werken, Malen, Organisieren und Repräsentieren gefragt: helfende Hände und kreative Köpfe sind daher während laufender Proben stets willkommen.

Den jüngsten Erfolg feierte die Theater-AG mit zwei erfolgreichen Aufführungen „Romulus der Große“ (siehe unten). Nun bringt die Gruppe das Brooklyn der 1940er Jahre auf die Bühne:
 

Seit Ende 2009 beschäftigt sich die AG mit der schwarzen Komödie „Arsen und Spitzenhäubchen“ (bekannt aus der Verfilmung mit Cary Grant) aus der Feder Joseph Kesselrings . In dem unterhaltsamen Stück haben nicht nur die liebenswerten, aber verrückten alten Damen Abby und Martha buchstäblich ein paar Leichen im Keller - die ganze Familie Brewster scheint bis auf Neffe Mortimer dem Irrsinn verfallen. Und wenn der Theaterfeind dann versucht, das Geheimnis seiner Tanten vor der Polizei und seiner Verlobten zu vertuschen oder einen dritten Massenmörder, Dr. Einstein sowie einen falschen Präsident Roosevelt unter einen Hut zu bringen, wird das ganz sicher ein Mordsspaß für Jung und Alt.

 
Die AG trifft sich aktuell immer mittwochs von 15:30 Uhr bis 17.00 Uhr in der Aula der Schule.

 
Die Homepage der Theater-AG: http://www.theater-geseke.de.vu/

 

Arsen und Spitzenhäubchen

"Mit viel Spielwitz und unglaublichem Einfallsreichtum haben die 14 Darsteller ihre Rollen mit Leben gefüllt. In keiner Sekunde der dreistündigen Aufführung stehen die jungen Akteure steif auf der Bühne. Ständig ist Action angesagt. " Der Partiot vom 26. Januar 

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Kriminalkomödie von Joseph Kesselring

Das Theaterstück „Arsen und Spitzenhäubchen“ (Originaltitel: Arsenic and Old Lace) von Joseph Kesselring wurde 1941 in New York am Broadway uraufgeführt. Im Jahr darauf wurde dieses Bühnenstück mit Cary Grant und Peter Lorre verfilmt.

Inhalt
 
Eigentlich könnte der Theaterkritiker Mortimer Brewster überglücklich sein. Gerade haben er und die hübsche Pfarrerstochter Elaine beschlossen, sich zu verloben und möglichst bald zu 
heiraten. Die freudige Nachricht möchte er sofort seinen beiden Tanten Abby und Martha überbringen. Die beiden liebenswerten älteren Damen wohnen in einer alten viktorianischen Villa in Brooklyn und kümmern sich rührend um Mortimer und seinen Bruder Teddy. Dieser hält sich zwar für Theodore Roosevelt, ist aber an und für sich harmlos - außer, dass er im Keller immerzu Schleusen für den Panamakanal aushebt. Doch bevor Mortimer mit seiner Elaine überhaupt Verlobung feiern kann, entdeckt er etwas Furchtbares: In der angestaubten Fenstertruhe seiner beiden Tanten stößt er plötzlich auf die Leiche eines Mannes. Mortimer ist entsetzt und glaubt, dass Teddy anscheinend doch nicht so harmlos ist, wie es alle immer vermutet haben.

Noch bestürzter ist er allerdings, als er feststellen muss, dass eine Leiche für Abby und Martha nichts Ungewöhnliches ist. Nein, sie sind es in Wahrheit, die einsame ältere Menschen aus Mitleid ins Jenseits befördern. Schließlich sterben sie durch Marthas Spezialrezept ganz sanft und friedlich. Auf einen viertel Liter Holunderwein nur einen Teelöffel Arsen. Als würdevolle Ruhestätten für die inzwischen zwölf Leichen dienen ihnen die Schleusen, die ihr Neffe Teddy für seinen "Panamakanal" aushebt. Inzwischen versucht Mortimer Teddy ins Heim "Zum fröhlichen Hirten" einweisen zu lassen, damit man ihm die Schuld für die Toten zuschieben kann.
 
Doch auch hierbei wird er jäh unterbrochen. Zwei merkwürdige Gestalten verschaffen sich Zugang zu dem Haus der beiden Damen. Einer von ihnen entpuppt sich als Jonathan, der verlorene und leicht perverse Bruder von Mortimer und Teddy. Er hat frappierende Ähnlichkeit mit einem Monster aus einem Horrorfilm. Hierfür ist allerdings kein Unfall verantwortlich, sondern die Operationskünste von Dr. Einstein, dessen Fortbildungsmaterialien hauptsächlich aus Frankensteinfilmen und einer Whiskyflasche bestanden.
 
Die beiden haben anscheinend "Karriere" als Gangster gemacht und dabei fast genau so viel Menschen auf dem Gewissen wie die beiden Tanten. Auch Mortimer wird von Jonathan gefesselt. Er muss irgendwie freikommen, um die beiden Tanten vor dem Gefängnis zu bewahren, die Gangster der Polizei auszuliefern und der völlig verwirrten Elaine seine Liebe zu versichern.
 

Bilder der Aufführungen (zur Bildergalerie)

Eindrücke der letzten Proben (zur Bildergalerie)
 
 
 
 
SCHAUSPIELER
 
Abby Brewster  - Arleta Sulek
Martha Brewster - Nina Birkhahn
Mortimer Brewster - Marvin Vogt
Jonathan Brewster - Robin Meister
Teddy Brewster - Marc Gazivoda
Elaine Harper -  Sina Lammert
Reverend Dr. Harper - Lukas Schulte
Dr. Herman Einstein - Benedict Steffens
Mr. Gibbs - Calvin Beck
Mrs. Witherspoon  - Madeleine Uhlmann
Polizist Brophy - Sophie Rotgeri
Polizist Klein - Salar Purmand
Polizist Rooney - Theresa Dahlhof
Polizist O'Hara - Alexander Noak

 

TECHNIK
 
Arne Kemper
Calvin Beck
Lars Nolte
 

PLAKATGESTALTUNG/REQUISITE
 
Julia Nolte

BÜHNENBILD

Theater-AG
 

LEITUNG

Eva-Maria Rodemeyer
Tobias Neumann
 
 
 

Romulus der Große

 

Theaterpremiere ein großer Erfolg
 
Ein in der Auflösung befindliches römisches Reich, dessen letzter Kaiser Romulus inmitten gackernder echter Hühner und ein begeistertes Publikum: die Theater-AG des Gymnasiums Antonianum Geseke feierte am Donnerstagabend (05. Mai) erfolgreich Premiere mit ihrem Theaterstück „Romulus der Große“ von Friedrich Dürrenmatt. Fotos

Zweieinhalb Stunden lang boten die Schauspieler kurzweilige Unterhaltung und brachten das Publikum in der mit etwa 400 Zuschauern gut gefüllten Schulaula immer wieder zum Schmunzeln und Lachen, denn Dürrenmatts Komödie vom Untergang des römischen Imperiums im fünften Jahrhundert hat auch bis heute durch seine humorvolle Kritik am Großstaat nichts an Aktualität verloren.

Romulus - brillant gespielt von Marvin Vogt (Jg. 11) - widmet sich darin lieber seiner Hühnerzucht anstatt den vor Rom lagernden Germanen auf ihrem Siegeszug Gegenwehr zu leisten. Immer wieder spielte er in seiner Rolle gekonnt mit der Ironie und lehnte sich in seinem bankrotten Staat („Wir haben Ausverkauf“) gegen seine Frau Julia (Sina Lammert), Tochter Rea (Julia Nolte), Schwiegersohn Ämilian (Philip Hvizdak) und seine verbliebenden Minister („Je größer ein Feldherr, desto kleiner seine Truppen“) auf. Seine Handlungsmaxime („Wer einen großen Skandal verheimlichen will, der inszeniert am besten einen kleinen“) kaufte ihm das Publikum dabei schon nach wenigen Minuten ab.

Überzeugen konnte neben der schauspielerischen Leistung der einzelnen von insgesamt 20 Darstellern auch das Bühnenbild, das Claudia Steinmeyer im Rahmen einer Kunst-AG mit den Schauspielern gestaltet hat.
Damit knüpfte die vor etwas mehr als einem Jahr von den beiden Deutschlehrern Eva Maria Rodemeyer und Tobias Neumann neu formierte Theater-AG an erfolgreiche frühere Aufführungen des Gymnasiums Antonianum an.


 
Besetzung:
Romulus Augustus, Kaiser von Westrom, Marvin Vogt
Julia, seine Frau, Sina Lammert
Rea, seine Tochter, Julia Nolte
Zena die Isaurierin, Kaiser(in) von Ostrom, Nina Birkhahn
Ämilian, Römischer Patrizier, Philip Hvizdak
Mares, Kriegsminister, Sabrina Paul
Tullius Rotundus, Innenminister, Anna Schütte
Spurius Titus Mamma, Reiterpräfekt, Marc Gazivoda
Achilles, Kammerdiener, Sieglinde Kamrad
Pyramus, Kammerdiener, Nina Herms
Apollyon, Kunsthändler, Arne Kemper
Cäsar Rupf, Industrieller, Benedict Steffens
Phylax, Schauspieler, Arne Kemper
Odoaker, Fürst der Germanen, Daniel Freyaldenhoven/Madeleine Uhlmann
Theoderich, sein Neffe, Vanessa Herrmann
Phosphoridos, Kämmerer, Max Schulte
Sulphurides, Kämmerer, Laura Schulte
Ein Koch, Vanessa Herrmann
Dienstmänner, Daniel Freyaldenhoven/Madeleine Uhlmann
Eilbote, Vanessa Herrmann
Germanen

Licht- und Tontechnik, Tobias Gehls
Bühnenbild, Kunst-AG von Frau Steinmeyer
Plakatgestaltung, Julia Nolte


Leitung der Theater-AG Frau Rodemeyer und Herr Neumann

Zeit
Vom Morgen des 15. bis zum Morgen des 16. März 476 nach Christi Geburt

Ort
Die Villa des Kaisers Romulus in Campanien