Forschungsprojekt „Triebfeder digitales Schulbuch!?“ – Schulbuch neu gedacht? Pilotprojekt zur Digitalisierung am Antonianum

„Deutschlands Schulen fit machen für die digitale Welt.“ Das forderte Bundesbildungsministerium Johanna Wanka unlängst in einem viel diskutierten Presseartikel in der Welt am Sonntag. „Schülerinnen und Schüler müssen heute auch digital lernen und arbeiten können, statt nur zu daddeln. Dafür brauchen wir einen Digital-Pakt zwischen Bund und Ländern“.

Und die Diskussion nimmt -  deutschlandweit wie auch am Antonianum- zu. Während im bildungspolitischen Teil Berlins und Düsseldorfs über Mittel und Wege für die Digitalisierung gerungen wird, stecken an unserem Gymnasium bereits Projekte in den Startlöchern. Einerseits beschäftigt sich das Kollegium derzeit mit der Umsetzung eines schulinternen Medienkonzepts. Hinzu kommt ein weiteres Pilotvorhaben in Kooperation mit der Universität zu Köln und der Universität Bochum zur konkreten Umsetzung:

So hat die Klasse 8G unter der Leitung von Deutsch- und Sportlehrerin Christina Alz ein Schulbuchprojekt ins Leben gerufen, das sich um die Frage dreht, wie ein digitales Schulbuch der Zukunft aussehen kann. Dabei erhält ihre Lehrerin Unterstützung durch die Graduiertenschule für Lehrerinnenbildung an der Universität zu Köln und arbeitet an ihren betreuenden Lehrstühlen in der Domstadt und in Kooperation mit der Ruhruniversität an einem Konzept für ein digitales Schulbuch.  Federführend begleitet wird das Vorhaben von der ehemaligen Paderborner Dozentin - und nach ihrem Ruf nun Professorin - Dr. Sandra Assmann in Bochum: http://ife.rub.de/node/1131.

Nachdem im vergangenen Herbst bereits erste Ideen zum Nutzen digitaler Schulbücher aus Sicht der Schülerinnen und Schüler als auch Ideen der Lehrerinnen und Lehrer erhoben wurden, folgen nun Experteninterviews zur Vertiefung der Erfahrungen und individuellen Sichtweisen.

Das Antonianum sieht in der Universitäts-Kooperation die Chance, Schul- als auch Unterrichtsentwicklung weiter anzutreiben. Insbesondere eröffnet das Projekt dabei Chancen, die im Schulprogramm zu findenden pädagogischen Ziele der individuellen Förderung als auch Weiterentwicklung der Feedbackkultur an unserem Gymnasium anzutreiben (vgl. S.3, S.41, S.68, S.78).

Ganz aktuell fand eine Vorstellung und Diskussion des Projekts auf der Konferenz zum elektronischen Schulbuch in Siegen im März 2017 statt. 

https://www.elektronisches-schulbuch.de

Damit nun die Umsetzung gelingt, wird ab Mitte 2017 ein erster Entwurf auf Grundlage der bisherigen Erhebung für das digitale Schulbuch entwickelt. Zunächst erprobt im Deutschunterricht soll es schließlich, wie Wanka es schon forderte, zu selbstständigem, reflektiertem, digitalen Arbeiten anleitet. Wir sind gespannt - und bleiben am Ball!